Onboarding — Definition
Onboarding (deutsch: Einarbeitung, Einführungsprozess) bezeichnet den strukturierten Prozess, mit dem neue Mitarbeiter in ein Unternehmen integriert werden — fachlich (Aufgaben und Prozesse), sozial (Team und Kultur) und strukturell (Tools, Zugänge, Abläufe).
Ein effektives Onboarding endet nicht am ersten Arbeitstag. Es umfasst in der Regel die ersten 90 Tage — manche Unternehmen arbeiten mit 6-Monats-Programmen.
Warum Onboarding über Bleiben oder Gehen entscheidet
Die Zahlen sind eindeutig:
20 % der neuen Mitarbeiter scheiden in den ersten 45 Tagen wieder aus — meist aufgrund mangelhafter Einarbeitung (SHRM, 2022)
Unternehmen mit strukturiertem Onboarding erreichen 82 % höhere Mitarbeiterbindung im ersten Jahr (Brandon Hall Group)
Jede Neueinstellung, die scheitert, kostet im Durchschnitt 30–50 % des Jahresgehalts der Position an Recruiting- und Einarbeitungskosten
Das bedeutet: Wer in gutes Recruiting investiert, aber kein Onboarding hat, gibt Geld für Revolving Doors aus.
Die 3 Phasen des Onboardings
Phase 1: Pre-Onboarding (Vertragsunterschrift bis erster Arbeitstag)
Viele Unternehmen verschwenden diese Zeit. Dabei ist sie entscheidend:
Willkommens-E-Mail mit praktischen Infos (Parkplatz, Dresscode, erster Ansprechpartner)
Arbeitsplatz und IT-Ausstattung bereitstellen
Team vorab informieren
Unterlagen digital vorab zusenden
BGM-Tipp: Die Registrierung für Benefits wie bKV oder die Mental-Health-App kann bereits im Pre-Onboarding erfolgen — ein erster messbarer Vorteil vor dem ersten Arbeitstag.
Phase 2: Erste Wochen (Tag 1 bis Woche 4)
Die wichtigste Phase. Neue Mitarbeiter entscheiden intuitiv in den ersten 2–3 Wochen, ob sie sich die längerfristige Zusammenarbeit vorstellen können.
Strukturierter erster Arbeitstag (kein Leerlauf, kein Feuerwehrmodus)
Buddy oder Pate: eine feste Ansprechperson aus dem Team
Klare Erwartungen und Ziele für die ersten 30 Tage
Regelmäßige Check-ins mit der Führungskraft (mindestens wöchentlich)
Phase 3: Integration (Monat 2–3)
Fachliche Tiefe aufbauen, Verantwortung schrittweise übertragen
Erster formaler Review: Was läuft gut? Was brauche ich noch?
Probezeit-Feedback strukturiert einholen
Langfristige Entwicklungsperspektive aufzeigen
Onboarding-Checkliste für KMUs
Vor dem ersten Arbeitstag:
☐ Willkommens-E-Mail versendet
☐ Arbeitsplatz, PC, E-Mail-Account eingerichtet
☐ Zugänge und Tools vorbereitet
☐ Team informiert
☐ Einarbeitungsplan erstellt
Am ersten Arbeitstag:
☐ Persönliche Begrüßung (kein "Kümmert euch mal um den Neuen")
☐ Unternehmens- und Teamvorstellung
☐ Bürorundgang / Betriebsbesichtigung
☐ Benefits und BGM vorstellen
☐ Mittagessen mit dem Team
In den ersten 30 Tagen:
☐ Wöchentliches Check-in mit Führungskraft
☐ Buddy-Programm aktiv
☐ 30-Tage-Review
Nach 90 Tagen:
☐ Probezeit-Feedback-Gespräch (strukturiert, nicht spontan)
☐ Nächste Entwicklungsziele definiert
BGM im Onboarding: Ein unterschätzter Hebel
Betriebliche Gesundheitsleistungen, die beim Onboarding konkret erläutert und aktiviert werden, steigern die Zufriedenheit und das Commitment messbar:
bKV-Registrierung in der ersten Woche → Mitarbeiter nutzen und schätzen den Vorteil sofort
Mental-Health-App mit persönlicher Aktivierungs-Session → Prävention startet sofort
Facharzt-Navigation erklären → Mitarbeiter wissen, dass sie im Krankheitsfall schnell Hilfe bekommen
Unternehmen, die Benefits früh aktivieren (statt "irgendwann erklären"), berichten von deutlich höherer Nutzungsrate — und damit höherem wahrgenommenen Wert.
Verwandte Begriffe
Candidate Experience — Die Phase vor dem Onboarding, die dessen Erfolg mitbestimmt
Mitarbeiterfluktuation — Frühfluktuation ist das häufigste Symptom schlechten Onboardings
Mitarbeiterengagement — Das Ziel, auf das gutes Onboarding einzahlt
Onboarding — Definition
Onboarding (deutsch: Einarbeitung, Einführungsprozess) bezeichnet den strukturierten Prozess, mit dem neue Mitarbeiter in ein Unternehmen integriert werden — fachlich (Aufgaben und Prozesse), sozial (Team und Kultur) und strukturell (Tools, Zugänge, Abläufe).
Ein effektives Onboarding endet nicht am ersten Arbeitstag. Es umfasst in der Regel die ersten 90 Tage — manche Unternehmen arbeiten mit 6-Monats-Programmen.
Warum Onboarding über Bleiben oder Gehen entscheidet
Die Zahlen sind eindeutig:
20 % der neuen Mitarbeiter scheiden in den ersten 45 Tagen wieder aus — meist aufgrund mangelhafter Einarbeitung (SHRM, 2022)
Unternehmen mit strukturiertem Onboarding erreichen 82 % höhere Mitarbeiterbindung im ersten Jahr (Brandon Hall Group)
Jede Neueinstellung, die scheitert, kostet im Durchschnitt 30–50 % des Jahresgehalts der Position an Recruiting- und Einarbeitungskosten
Das bedeutet: Wer in gutes Recruiting investiert, aber kein Onboarding hat, gibt Geld für Revolving Doors aus.
Die 3 Phasen des Onboardings
Phase 1: Pre-Onboarding (Vertragsunterschrift bis erster Arbeitstag)
Viele Unternehmen verschwenden diese Zeit. Dabei ist sie entscheidend:
Willkommens-E-Mail mit praktischen Infos (Parkplatz, Dresscode, erster Ansprechpartner)
Arbeitsplatz und IT-Ausstattung bereitstellen
Team vorab informieren
Unterlagen digital vorab zusenden
BGM-Tipp: Die Registrierung für Benefits wie bKV oder die Mental-Health-App kann bereits im Pre-Onboarding erfolgen — ein erster messbarer Vorteil vor dem ersten Arbeitstag.
Phase 2: Erste Wochen (Tag 1 bis Woche 4)
Die wichtigste Phase. Neue Mitarbeiter entscheiden intuitiv in den ersten 2–3 Wochen, ob sie sich die längerfristige Zusammenarbeit vorstellen können.
Strukturierter erster Arbeitstag (kein Leerlauf, kein Feuerwehrmodus)
Buddy oder Pate: eine feste Ansprechperson aus dem Team
Klare Erwartungen und Ziele für die ersten 30 Tage
Regelmäßige Check-ins mit der Führungskraft (mindestens wöchentlich)
Phase 3: Integration (Monat 2–3)
Fachliche Tiefe aufbauen, Verantwortung schrittweise übertragen
Erster formaler Review: Was läuft gut? Was brauche ich noch?
Probezeit-Feedback strukturiert einholen
Langfristige Entwicklungsperspektive aufzeigen
Onboarding-Checkliste für KMUs
Vor dem ersten Arbeitstag:
☐ Willkommens-E-Mail versendet
☐ Arbeitsplatz, PC, E-Mail-Account eingerichtet
☐ Zugänge und Tools vorbereitet
☐ Team informiert
☐ Einarbeitungsplan erstellt
Am ersten Arbeitstag:
☐ Persönliche Begrüßung (kein "Kümmert euch mal um den Neuen")
☐ Unternehmens- und Teamvorstellung
☐ Bürorundgang / Betriebsbesichtigung
☐ Benefits und BGM vorstellen
☐ Mittagessen mit dem Team
In den ersten 30 Tagen:
☐ Wöchentliches Check-in mit Führungskraft
☐ Buddy-Programm aktiv
☐ 30-Tage-Review
Nach 90 Tagen:
☐ Probezeit-Feedback-Gespräch (strukturiert, nicht spontan)
☐ Nächste Entwicklungsziele definiert
BGM im Onboarding: Ein unterschätzter Hebel
Betriebliche Gesundheitsleistungen, die beim Onboarding konkret erläutert und aktiviert werden, steigern die Zufriedenheit und das Commitment messbar:
bKV-Registrierung in der ersten Woche → Mitarbeiter nutzen und schätzen den Vorteil sofort
Mental-Health-App mit persönlicher Aktivierungs-Session → Prävention startet sofort
Facharzt-Navigation erklären → Mitarbeiter wissen, dass sie im Krankheitsfall schnell Hilfe bekommen
Unternehmen, die Benefits früh aktivieren (statt "irgendwann erklären"), berichten von deutlich höherer Nutzungsrate — und damit höherem wahrgenommenen Wert.
Verwandte Begriffe
Candidate Experience — Die Phase vor dem Onboarding, die dessen Erfolg mitbestimmt
Mitarbeiterfluktuation — Frühfluktuation ist das häufigste Symptom schlechten Onboardings
Mitarbeiterengagement — Das Ziel, auf das gutes Onboarding einzahlt
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