Lohnnebenkosten: Was Arbeitgeber 2026 wirklich zahlen
Du schreibst deinem Mitarbeiter 3.500 EUR auf den Arbeitsvertrag. Was dich das wirklich kostet, steht nirgendwo auf diesem Vertrag. Die Lohnnebenkosten kommen obendrauf — und sie summieren sich auf rund 20 % des Bruttogehalts.
Ich bin Hannes Weindorf, unabhängiger Versicherungsmakler aus Pfedelbach. Seit über 20 Jahren berate ich Unternehmer zu Personalkosten, Steueroptimierung und Benefits. In diesem Artikel zeige ich dir, woraus Lohnnebenkosten bestehen, wie du sie berechnest — und wie du sie legal senkst.
Das Wichtigste in Kürze
Lohnnebenkosten sind alle Kosten, die ein Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttogehalt trägt. Sie entstehen vor allem durch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung.
Was Lohnnebenkosten sind: Der Begriff umfasst alle Kosten, die über das vereinbarte Bruttogehalt hinausgehen. Dazu zählen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung auf AG-Seite, die gesetzliche Unfallversicherung sowie Umlagebeiträge wie U1, U2 und Insolvenzgeld.
Wie hoch sie sind: Rechne als Faustregel mit 20 bis 22 % auf das Bruttogehalt. Bei einem Mitarbeiter mit 3.500 EUR brutto zahlt du als Arbeitgeber rund 700 bis 770 EUR monatlich zusätzlich — das macht über 9.000 EUR im Jahr, die auf der Lohnabrechnung nicht sichtbar sind.
Der größte Einzelposten: Die Rentenversicherung schlägt mit 9,3 % am stärksten zu Buche, gefolgt von der Krankenversicherung mit circa 8,0 %.
Wie du Lohnnebenkosten legal senkst: Steuerfreie Sachbezüge bis 50 EUR monatlich und die betriebliche Krankenversicherung (bKV) als Sachleistung sind die wirkungsvollsten Hebel. Eine bKV-Prämie bis 50 EUR pro Mitarbeiter unterliegt keinen Sozialabgaben.
Der Unterschied zu einer Gehaltserhöhung: Wenn du einem Mitarbeiter 50 EUR netto mehr zahlst, kostet dich das als Arbeitgeber rund 90 EUR brutto. Dieselben 50 EUR als bKV-Sachbezug kosten dich genau 50 EUR.
Wer das nutzen sollte: Jedes Unternehmen mit mindestens 3 Mitarbeitern kann sofort anfangen.
Was sind Lohnnebenkosten?
Lohnnebenkosten sind alle Kosten, die du als Arbeitgeber zusätzlich zum vereinbarten Bruttogehalt trägst. Im engeren Sinne zählen dazu der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung. Im weiteren Sinne gehören auch die gesetzliche Unfallversicherung und die Umlagebeiträge (U1, U2, Insolvenzgeld) dazu.
Was nicht darunter fällt: freiwillige Leistungen wie betriebliche Altersvorsorge, Sachbezüge oder Sonderzahlungen.
Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung ist gesetzlich festgelegt. Du kannst ihn nicht verhandeln. Du kannst aber steuern, wie viel vom Gehaltsbudget sozialabgabenpflichtig ist und wie viel nicht.
Die einzelnen Bestandteile der Lohnnebenkosten 2026
Krankenversicherung
Der gesetzliche Arbeitgeberanteil beträgt 7,3 % des Bruttogehalts. Dazu kommt die Hälfte des kassenindividuellen Zusatzbeitrags. In der Summe zahlst du für gesetzlich versicherte Mitarbeiter circa 8,0 %.
Rentenversicherung
Der Beitragssatz liegt bei 18,6 %. Die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber: 9,3 %. Das ist der größte Einzelposten bei den Lohnnebenkosten.
Arbeitslosenversicherung
Der Gesamtbeitrag beträgt 2,6 %, du zahlst die Hälfte: 1,3 %. Bei 3.500 EUR brutto sind das 45,50 EUR pro Monat — also 546 EUR im Jahr.
Pflegeversicherung
Der Gesamtbeitrag liegt 2026 bei 3,4 %. Dein Anteil als Arbeitgeber: 1,7 %.
Gesetzliche Unfallversicherung
Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft liegt komplett beim Arbeitgeber. Branchenübergreifend rechnet man mit 0,8 bis 1,5 %. Im Handwerk höher, im Bürobetrieb niedriger.
Umlagen (U1, U2, Insolvenzgeld)
U1 (Entgeltfortzahlung bei Krankheit): 0,9 bis 3,5 %. Gilt nur für Betriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern.
U2 (Mutterschaftsgeld): circa 0,3 bis 0,7 %
Insolvenzgeld-Umlage: 0,06 %
Alle Sätze 2026 im Überblick
Beitragsart | AG-Anteil | Bei 3.500 EUR brutto |
|---|---|---|
Krankenversicherung (inkl. halber ZB) | ~8,0 % | 280,00 EUR |
Rentenversicherung | 9,3 % | 325,50 EUR |
Arbeitslosenversicherung | 1,3 % | 45,50 EUR |
Pflegeversicherung | 1,7 % | 59,50 EUR |
Unfallversicherung (Richtwert) | ~1,3 % | 45,50 EUR |
Umlagen U1/U2/Insolvenz (Richtwert) | ~0,7 % | 24,50 EUR |
Gesamt | ~22,3 % | ~780,50 EUR |
Lohnnebenkosten berechnen: Rechenbeispiel 3.500 EUR brutto
Position | Betrag |
|---|---|
Bruttogehalt | 3.500,00 EUR |
Krankenversicherung AG (~8,0 %) | 280,00 EUR |
Rentenversicherung AG (9,3 %) | 325,50 EUR |
Arbeitslosenversicherung AG (1,3 %) | 45,50 EUR |
Pflegeversicherung AG (1,7 %) | 59,50 EUR |
Unfallversicherung AG (~1,3 %) | 45,50 EUR |
Umlagen U1/U2/Insolvenz (~0,7 %) | 24,50 EUR |
Gesamtkosten Arbeitgeber | ~4.280,50 EUR |
Lohnnebenkosten gesamt | ~780,50 EUR (22,3 %) |
Dein Mitarbeiter sieht auf seinem Konto je nach Steuerklasse circa 2.200 bis 2.400 EUR. Du hast über 4.280 EUR gezahlt.
Hochgerechnet: Bei 10 Mitarbeitern mit je 3.500 EUR brutto sind das jährlich rund 93.660 EUR allein an Lohnnebenkosten.
Lohnnebenkosten senken — legale Wege 2026
Sachbezüge statt Gehaltserhöhung
Nach § 8 Abs. 2 EStG sind Sachbezüge bis 50 EUR pro Monat und Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei. Für dich als Arbeitgeber: Keine Sozialabgaben auf diese 50 EUR. Für den Mitarbeiter: Kein Lohnsteuerabzug.
Betriebliche Krankenversicherung als Sachbezug
Eine bKV ist steuer- und sozialabgabenfrei, wenn du sie als Sachleistung gewährst. Bis 50 EUR Monatsbeitrag greift keine Sozialversicherungspflicht.
§ 3 Nr. 34 EStG — 600 EUR Gesundheitsförderung steuerfrei
Zusätzlich zum Sachbezug gibt es einen separaten Freibetrag für Gesundheitsförderung: 600 EUR pro Mitarbeiter und Jahr.
Nettolohn-Optimierung statt Brutto-Erhöhung
Jeder Euro, der nicht als beitragspflichtiges Brutto ausgezahlt wird, spart auf beiden Seiten Sozialabgaben.
Warum Benefits die bessere Gehaltserhöhung sind
Vergleich | Gehaltserhöhung 50 EUR netto | bKV 50 EUR Sachbezug |
|---|---|---|
Kosten AG | ~95 EUR | 50 EUR |
Wert für Mitarbeiter netto | 50 EUR | 50 EUR Sachleistung |
Sozialabgaben AG | ~18 EUR zusätzlich | 0 EUR |
Steuer Mitarbeiter | enthalten in Lohnsteuer | 0 EUR |
Monatliche Ersparnis AG | — | ~45 EUR |
Bei 20 Mitarbeitern sind das 900 EUR pro Monat oder 10.800 EUR im Jahr.
Ich habe letzten Herbst einen Metallbaubetrieb mit 22 Mitarbeitern beraten. Der Inhaber wollte allen eine Gehaltserhöhung geben, um die Fluktuation zu bremsen. Wir haben stattdessen eine bKV eingeführt. Kosten: 44 EUR pro Mitarbeiter und Monat. Ersparnis gegenüber Brutto-Erhöhung: über 7.000 EUR im ersten Jahr. Und die Fluktuation ist gesunken.
FAQ — Häufige Fragen zu Lohnnebenkosten
Wie hoch sind die Lohnnebenkosten 2026 in Prozent?
Rechne als Richtwert mit 20 bis 23 % des Bruttogehalts.
Zahlen Arbeitgeber Lohnnebenkosten auch für Minijobber?
Ja. Bei Minijobbern bis 556 EUR zahlt der Arbeitgeber pauschale Beiträge: insgesamt rund 31 % auf das ausgezahlte Entgelt.
Kann ich Lohnnebenkosten als Betriebsausgaben absetzen?
Ja, vollständig. Auch Sachbezüge und bKV-Beiträge sind bei korrekter Handhabung voll abzugsfähig.
Wie unterscheiden sich Lohnnebenkosten bei Geringverdienern?
Liegt das Einkommen unter der Geringverdienergrenze (2026: 325 EUR), zahlt der Arbeitgeber auch den Arbeitnehmer-Anteil zur Sozialversicherung.
Zählt die betriebliche Altersvorsorge zu den Lohnnebenkosten?
Die bAV senkt die beitragspflichtige Grundlage — reduziert also indirekt die Lohnnebenkosten. Zusätzlich bist du als Arbeitgeber verpflichtet, mindestens 15 % des umgewandelten Betrags als Zuschuss beizusteuern (BRSG).
Fazit: Wer nicht rechnet, zahlt zu viel
Lohnnebenkosten sind unvermeidbar. Aber wie viel deines Gehaltsbudgets beitragspflichtig ist — das kannst du steuern.
Die einfachste Maßnahme: Sachbezüge einführen. 50 EUR pro Monat pro Mitarbeiter. Bei 15 Mitarbeitern sind das über 9.000 EUR im Jahr.
Die wirkungsvollste Maßnahme: betriebliche Krankenversicherung. Sie nutzt den Sachbezugsrahmen, ist für den Mitarbeiter sichtbar und wertvoll, und sie senkt langfristig den Krankenstand.
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Lohnnebenkosten: Was Arbeitgeber 2026 wirklich zahlen
Du schreibst deinem Mitarbeiter 3.500 EUR auf den Arbeitsvertrag. Was dich das wirklich kostet, steht nirgendwo auf diesem Vertrag. Die Lohnnebenkosten kommen obendrauf — und sie summieren sich auf rund 20 % des Bruttogehalts.
Ich bin Hannes Weindorf, unabhängiger Versicherungsmakler aus Pfedelbach. Seit über 20 Jahren berate ich Unternehmer zu Personalkosten, Steueroptimierung und Benefits. In diesem Artikel zeige ich dir, woraus Lohnnebenkosten bestehen, wie du sie berechnest — und wie du sie legal senkst.
Das Wichtigste in Kürze
Lohnnebenkosten sind alle Kosten, die ein Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttogehalt trägt. Sie entstehen vor allem durch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung.
Was Lohnnebenkosten sind: Der Begriff umfasst alle Kosten, die über das vereinbarte Bruttogehalt hinausgehen. Dazu zählen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung auf AG-Seite, die gesetzliche Unfallversicherung sowie Umlagebeiträge wie U1, U2 und Insolvenzgeld.
Wie hoch sie sind: Rechne als Faustregel mit 20 bis 22 % auf das Bruttogehalt. Bei einem Mitarbeiter mit 3.500 EUR brutto zahlt du als Arbeitgeber rund 700 bis 770 EUR monatlich zusätzlich — das macht über 9.000 EUR im Jahr, die auf der Lohnabrechnung nicht sichtbar sind.
Der größte Einzelposten: Die Rentenversicherung schlägt mit 9,3 % am stärksten zu Buche, gefolgt von der Krankenversicherung mit circa 8,0 %.
Wie du Lohnnebenkosten legal senkst: Steuerfreie Sachbezüge bis 50 EUR monatlich und die betriebliche Krankenversicherung (bKV) als Sachleistung sind die wirkungsvollsten Hebel. Eine bKV-Prämie bis 50 EUR pro Mitarbeiter unterliegt keinen Sozialabgaben.
Der Unterschied zu einer Gehaltserhöhung: Wenn du einem Mitarbeiter 50 EUR netto mehr zahlst, kostet dich das als Arbeitgeber rund 90 EUR brutto. Dieselben 50 EUR als bKV-Sachbezug kosten dich genau 50 EUR.
Wer das nutzen sollte: Jedes Unternehmen mit mindestens 3 Mitarbeitern kann sofort anfangen.
Was sind Lohnnebenkosten?
Lohnnebenkosten sind alle Kosten, die du als Arbeitgeber zusätzlich zum vereinbarten Bruttogehalt trägst. Im engeren Sinne zählen dazu der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung. Im weiteren Sinne gehören auch die gesetzliche Unfallversicherung und die Umlagebeiträge (U1, U2, Insolvenzgeld) dazu.
Was nicht darunter fällt: freiwillige Leistungen wie betriebliche Altersvorsorge, Sachbezüge oder Sonderzahlungen.
Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung ist gesetzlich festgelegt. Du kannst ihn nicht verhandeln. Du kannst aber steuern, wie viel vom Gehaltsbudget sozialabgabenpflichtig ist und wie viel nicht.
Die einzelnen Bestandteile der Lohnnebenkosten 2026
Krankenversicherung
Der gesetzliche Arbeitgeberanteil beträgt 7,3 % des Bruttogehalts. Dazu kommt die Hälfte des kassenindividuellen Zusatzbeitrags. In der Summe zahlst du für gesetzlich versicherte Mitarbeiter circa 8,0 %.
Rentenversicherung
Der Beitragssatz liegt bei 18,6 %. Die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber: 9,3 %. Das ist der größte Einzelposten bei den Lohnnebenkosten.
Arbeitslosenversicherung
Der Gesamtbeitrag beträgt 2,6 %, du zahlst die Hälfte: 1,3 %. Bei 3.500 EUR brutto sind das 45,50 EUR pro Monat — also 546 EUR im Jahr.
Pflegeversicherung
Der Gesamtbeitrag liegt 2026 bei 3,4 %. Dein Anteil als Arbeitgeber: 1,7 %.
Gesetzliche Unfallversicherung
Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft liegt komplett beim Arbeitgeber. Branchenübergreifend rechnet man mit 0,8 bis 1,5 %. Im Handwerk höher, im Bürobetrieb niedriger.
Umlagen (U1, U2, Insolvenzgeld)
U1 (Entgeltfortzahlung bei Krankheit): 0,9 bis 3,5 %. Gilt nur für Betriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern.
U2 (Mutterschaftsgeld): circa 0,3 bis 0,7 %
Insolvenzgeld-Umlage: 0,06 %
Alle Sätze 2026 im Überblick
Beitragsart | AG-Anteil | Bei 3.500 EUR brutto |
|---|---|---|
Krankenversicherung (inkl. halber ZB) | ~8,0 % | 280,00 EUR |
Rentenversicherung | 9,3 % | 325,50 EUR |
Arbeitslosenversicherung | 1,3 % | 45,50 EUR |
Pflegeversicherung | 1,7 % | 59,50 EUR |
Unfallversicherung (Richtwert) | ~1,3 % | 45,50 EUR |
Umlagen U1/U2/Insolvenz (Richtwert) | ~0,7 % | 24,50 EUR |
Gesamt | ~22,3 % | ~780,50 EUR |
Lohnnebenkosten berechnen: Rechenbeispiel 3.500 EUR brutto
Position | Betrag |
|---|---|
Bruttogehalt | 3.500,00 EUR |
Krankenversicherung AG (~8,0 %) | 280,00 EUR |
Rentenversicherung AG (9,3 %) | 325,50 EUR |
Arbeitslosenversicherung AG (1,3 %) | 45,50 EUR |
Pflegeversicherung AG (1,7 %) | 59,50 EUR |
Unfallversicherung AG (~1,3 %) | 45,50 EUR |
Umlagen U1/U2/Insolvenz (~0,7 %) | 24,50 EUR |
Gesamtkosten Arbeitgeber | ~4.280,50 EUR |
Lohnnebenkosten gesamt | ~780,50 EUR (22,3 %) |
Dein Mitarbeiter sieht auf seinem Konto je nach Steuerklasse circa 2.200 bis 2.400 EUR. Du hast über 4.280 EUR gezahlt.
Hochgerechnet: Bei 10 Mitarbeitern mit je 3.500 EUR brutto sind das jährlich rund 93.660 EUR allein an Lohnnebenkosten.
Lohnnebenkosten senken — legale Wege 2026
Sachbezüge statt Gehaltserhöhung
Nach § 8 Abs. 2 EStG sind Sachbezüge bis 50 EUR pro Monat und Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei. Für dich als Arbeitgeber: Keine Sozialabgaben auf diese 50 EUR. Für den Mitarbeiter: Kein Lohnsteuerabzug.
Betriebliche Krankenversicherung als Sachbezug
Eine bKV ist steuer- und sozialabgabenfrei, wenn du sie als Sachleistung gewährst. Bis 50 EUR Monatsbeitrag greift keine Sozialversicherungspflicht.
§ 3 Nr. 34 EStG — 600 EUR Gesundheitsförderung steuerfrei
Zusätzlich zum Sachbezug gibt es einen separaten Freibetrag für Gesundheitsförderung: 600 EUR pro Mitarbeiter und Jahr.
Nettolohn-Optimierung statt Brutto-Erhöhung
Jeder Euro, der nicht als beitragspflichtiges Brutto ausgezahlt wird, spart auf beiden Seiten Sozialabgaben.
Warum Benefits die bessere Gehaltserhöhung sind
Vergleich | Gehaltserhöhung 50 EUR netto | bKV 50 EUR Sachbezug |
|---|---|---|
Kosten AG | ~95 EUR | 50 EUR |
Wert für Mitarbeiter netto | 50 EUR | 50 EUR Sachleistung |
Sozialabgaben AG | ~18 EUR zusätzlich | 0 EUR |
Steuer Mitarbeiter | enthalten in Lohnsteuer | 0 EUR |
Monatliche Ersparnis AG | — | ~45 EUR |
Bei 20 Mitarbeitern sind das 900 EUR pro Monat oder 10.800 EUR im Jahr.
Ich habe letzten Herbst einen Metallbaubetrieb mit 22 Mitarbeitern beraten. Der Inhaber wollte allen eine Gehaltserhöhung geben, um die Fluktuation zu bremsen. Wir haben stattdessen eine bKV eingeführt. Kosten: 44 EUR pro Mitarbeiter und Monat. Ersparnis gegenüber Brutto-Erhöhung: über 7.000 EUR im ersten Jahr. Und die Fluktuation ist gesunken.
FAQ — Häufige Fragen zu Lohnnebenkosten
Wie hoch sind die Lohnnebenkosten 2026 in Prozent?
Rechne als Richtwert mit 20 bis 23 % des Bruttogehalts.
Zahlen Arbeitgeber Lohnnebenkosten auch für Minijobber?
Ja. Bei Minijobbern bis 556 EUR zahlt der Arbeitgeber pauschale Beiträge: insgesamt rund 31 % auf das ausgezahlte Entgelt.
Kann ich Lohnnebenkosten als Betriebsausgaben absetzen?
Ja, vollständig. Auch Sachbezüge und bKV-Beiträge sind bei korrekter Handhabung voll abzugsfähig.
Wie unterscheiden sich Lohnnebenkosten bei Geringverdienern?
Liegt das Einkommen unter der Geringverdienergrenze (2026: 325 EUR), zahlt der Arbeitgeber auch den Arbeitnehmer-Anteil zur Sozialversicherung.
Zählt die betriebliche Altersvorsorge zu den Lohnnebenkosten?
Die bAV senkt die beitragspflichtige Grundlage — reduziert also indirekt die Lohnnebenkosten. Zusätzlich bist du als Arbeitgeber verpflichtet, mindestens 15 % des umgewandelten Betrags als Zuschuss beizusteuern (BRSG).
Fazit: Wer nicht rechnet, zahlt zu viel
Lohnnebenkosten sind unvermeidbar. Aber wie viel deines Gehaltsbudgets beitragspflichtig ist — das kannst du steuern.
Die einfachste Maßnahme: Sachbezüge einführen. 50 EUR pro Monat pro Mitarbeiter. Bei 15 Mitarbeitern sind das über 9.000 EUR im Jahr.
Die wirkungsvollste Maßnahme: betriebliche Krankenversicherung. Sie nutzt den Sachbezugsrahmen, ist für den Mitarbeiter sichtbar und wertvoll, und sie senkt langfristig den Krankenstand.
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